Unified Commerce Payments helfen dir, Zahlungen über alle Verkaufskanäle hinweg konsistent zu steuern. Denn Kund:innen erwarten heute, dass Käufe, Retouren und Umtauschprozesse nahtlos funktionieren – unabhängig davon, ob sie online, im Store oder über den Support mit deiner Marke interagieren.
Wie wichtig das ist, zeigt Monos. Die Digital-Native-Gepäckmarke wollte mit der Eröffnung eigener Stores wachsen, ohne dabei ein uneinheitliches Kundenerlebnis zu riskieren. „Uns war klar, dass Datenkonflikte und Unterschiede im Kundenerlebnis online und offline entstehen könnten“, sagt Mike Wu, Director of E-Commerce and Customer Experience bei Monos. Monos entschied sich deshalb früh für Shopify POS, um Zahlungen im Rahmen eines Unified-Commerce-Ansatzes abzuwickeln.
In diesem Beitrag erfährst du, wie sich Unified Commerce von integrierten Systemen unterscheidet und warum dieser Ansatz über alle Kundenkontaktpunkte hinweg bessere Zahlungserlebnisse schafft.
Unified-Commerce-Payments vs. Integrierte Systeme
Unified-Commerce-Payments basieren auf einer gemeinsamen Grundlage für Zahlungen, Bestellungen und Kundendaten über alle Kanäle hinweg. Integrierte Systeme verbinden zwar einzelne Lösungen miteinander, arbeiten aber oft weiterhin mit getrennten Datenstrukturen und Prozessen. Dadurch schafft Unified Commerce meist konsistentere Abläufe und nahtlosere Zahlungserlebnisse für Kund:innen.
Was ist Unified Commerce?
Unified Commerce ist eine Geschäftsstrategie, mit der Marken über verschiedene Kanäle hinweg ein konsistentes Einkaufserlebnis schaffen. Grundlage dafür ist eine Software, die auf einer einzigen, zusammenhängenden Codebasis basiert. So können Unternehmen Kund:innen besser verstehen und ihnen über alle Kontaktpunkte hinweg ein wiedererkennbares und personalisiertes Erlebnis bieten.
Auf den ersten Blick wirkt Unified Commerce ähnlich wie ein Omnichannel-Ansatz, doch die beiden Konzepte sind nicht gleichzusetzen. Manche Anbieter stellen Omnichannel-Vertrieb bereits als Form der Vereinheitlichung dar. Andere gehen davon aus, dass sich Unified Commerce automatisch ergibt, wenn mit der Zeit immer mehr Kanäle ergänzt und miteinander verbunden werden.
Beides greift zu kurz. Denn Unified Commerce beginnt nicht erst bei der Verbindung mehrerer Kanäle und endet auch nicht dort. Vereinheitlichung ist hier kein nachträglicher Zusatz, sondern ein Grundprinzip. Alle Funktionen sind von Anfang an darauf ausgelegt, zusammenzuarbeiten – vom Frontend bis zum Backend. So entsteht ein hochwertiges Kundenerlebnis an jedem Kontaktpunkt. Omnichannel ist in diesem Fall nicht das Ziel, sondern das Ergebnis.
Was sind Integrierte Systeme?
Ein integriertes System verbindet verschiedene einzelne Lösungen über Schnittstellen miteinander. Die Daten liegen dabei aber nicht an einem zentralen Ort, sondern werden zwischen den Systemen ausgetauscht. Dadurch können Abläufe langsamer werden und Informationen uneinheitlich sein.
Gleichzeitig sind die Erwartungen von Kund:innen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – besonders dann, wenn es um konsistente Erlebnisse im stationären und digitalen Handel geht. Viele Marken haben ihre Systemlandschaft jedoch schrittweise erweitert und immer neue Funktionen ergänzt. Dadurch ist oft ein komplexes Konstrukt aus verschiedenen Tools entstanden, das viele Anforderungen zwar abdeckt, aber nicht durchgängig nahtlos funktioniert.
Vier Unterschiede zwischen Unified Commerce und Integrierten Systemen
Unified-Commerce-Systeme schaffen ein nahtloses Zahlungserlebnis über alle Kanäle hinweg. Integrierte Systeme stoßen dabei oft schneller an Grenzen und verursachen genau dort Reibung, wo Marken effizient und konsistent arbeiten müssten.
Kundenerlebnis
Ein Unified-Commerce-System sorgt für ein konsistentes Zahlungserlebnis über alle Kanäle hinweg. Kund:innen können online und im Store dieselben Zahlungsmethoden nutzen, während ihre Zahlungsinformationen sicher an einem zentralen Ort verwaltet werden.
In integrierten Systemen wirkt das Zahlungserlebnis dagegen oft uneinheitlich. Je nach Kanal stehen unterschiedliche Zahlungsmethoden zur Verfügung, was unnötige Hürden schafft.
Bei Aviator Nation fehlte lange ein einheitliches System, um Bestände und Transaktionen über die Website und 18 Stores hinweg zu verwalten. „Jahrelang gab es eine Trennung zwischen unserem Onlineshop und unserem Retail-Geschäft“, sagt Curtis Ulrich, Director of E-Commerce bei Aviator Nation.
Mit einem einheitlichen Ansatz konnte die Marke das Erlebnis deutlich verbessern. „Die Vereinheitlichung unserer Verkäufe im Store und online mit Shopify hat unsere Abläufe optimiert und es viel einfacher gemacht, die Daten zu erfassen, die wir brauchen, um unseren Kund:innen außergewöhnliche Erlebnisse zu bieten“, sagt Curtis.
Datenmanagement
Eine Unified-Commerce-Plattform bündelt Zahlungsdaten in einem einzigen zusammenhängenden System. Dadurch erhalten Händler:innen einen ganzheitlichen Blick auf ihr Geschäft und auf das Verhalten ihrer Kund:innen. Diese Daten helfen dabei, Marketingmaßnahmen gezielter auszusteuern, Erlebnisse zu personalisieren und Abläufe zu optimieren. Wenn sich Anforderungen verändern, lässt sich auf dieser Grundlage zudem leichter weiterentwickeln.
Integrierte Systeme bestehen dagegen meist aus verschiedenen Einzellösungen, die über APIs oder Middleware verbunden sind. Zahlungsdaten liegen dadurch oft verteilt in mehreren Systemen. Das erschwert einen vollständigen Überblick und führt mit der Zeit häufig zu fragmentierten Daten, ineffizienten Prozessen und einem uneinheitlichen Kundenerlebnis.
Auch Monos wollte vermeiden, dass der Schritt vom digitalen ins stationäre Geschäft neue Reibung erzeugt. Besonders wichtig waren für die Marke deshalb die Funktionen zur Bestandsverwaltung von Shopify.
„Wenn unser Onlineteam einer Person hilft, die gerade auf der Website stöbert, kann es den Bestand in einem lokalen Store sehen und das Produkt dort für die Abholung am selben Tag reservieren, sodass die Person nicht warten muss“, sagt Anita Yeh. „Und wenn Mitarbeitende im Verkauf jemandem bei der Suche nach einem ausverkauften Artikel helfen, können sie sehen, wo wir ihn noch im Lager haben, und ihn vor der nächsten Reise direkt verschicken.“
Kosten
Eine Unified-Commerce-Plattform kann Kosten senken, weil Middleware, API-Management und zusätzliche Drittanbieter-Integrationen in geringerem Umfang nötig sind oder ganz entfallen. Mit Lösungen wie Shopify Payments lassen sich Zahlungsprozesse zusätzlich vereinfachen und effizienter abwickeln.
Integrierte Systeme sind häufig teurer, weil sie laufende Wartung und zusätzlichen Integrationsaufwand erfordern. Jedes Mal, wenn eine Marke neue Funktionen ergänzen will, muss meist eine weitere Komponente eingebunden werden. Kurzfristig bindet das Entwicklerressourcen, langfristig steigt der Aufwand für Pflege und Anpassung.
Bei Konditor arbeitete das Team beispielsweise mit Magento, heute Adobe Commerce, und einem separaten POS-Anbieter. Die Kosten stiegen, gleichzeitig wurde deutlich, dass eine einheitlichere Lösung Einsparpotenzial bieten könnte.
„Wir brauchten den richtigen Tech-Stack, die richtigen Tools und das richtige Erlebnis für Kund:innen – und das zu nachhaltigen Kosten für das Unternehmen“, sagt Tom Rundell, Online Operations Manager bei Konditor. „Wir haben gesehen, dass Shopify uns die Möglichkeit bietet, Onlineverkäufe und Verkäufe im Store auf derselben Plattform abzuwickeln.“ Durch diesen Ansatz konnte Konditor die Kosten um 13 % senken und den Zeitaufwand für administrative Aufgaben um 50 % reduzieren.
Effizienz
Eine Unified-Commerce-Plattform verschlankt Abläufe, indem sie Zahlungsprozesse automatisiert und Echtzeit-Einblicke in Zahlungsdaten ermöglicht. Dieser Effizienzgewinn wird mit zunehmendem Wachstum über mehrere Kanäle hinweg immer wertvoller.
Integrierte Systeme arbeiten dagegen oft weniger effizient, weil ihre zugrunde liegenden Lösungen voneinander getrennt bleiben. Marken müssen Verbindungen pflegen, Daten abgleichen und Prozesse immer wieder manuell nachsteuern. Das kostet Zeit und erhöht die Komplexität.
Bei Bobo Choses verbrachte das interne Team früher einen großen Teil seiner Zeit damit, Probleme bei Rabatten und Aktionen zu beheben sowie Ausfälle und Verzögerungen aufzufangen. Nach der Migration zu Shopify verbesserte sich die Effizienz deutlich.
„Wir haben uns von 80 % unserer Zeit für die Behebung technischer Vorfälle auf eher 10 % verbessert“, sagt Saül Aleu, Chief Technology Officer bei Bobo Choses. „Die Zeit, die wir früher für technische Probleme aufgewendet haben, nutzen wir jetzt, um echten Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen.“
Fünf Vorteile von Unified-Commerce-Zahlungen
Die Vorteile von Unified-Commerce-Zahlungen erstrecken sich über jeden Kanal, mit dem Kund:innen interagieren, und über jede Komponente, die eine Marke einsetzt.
- Besseres Kundenerlebnis: Ein nahtloses Zahlungserlebnis über alle Kanäle hinweg kann Zufriedenheit und Loyalität stärken.
- Bessere Einblicke: Zentralisierte Zahlungsdaten helfen dir, dein Geschäft besser zu verstehen und fundierter zu entscheiden.
- Geringere Kosten: Weniger Middleware und weniger Integrationsaufwand entlasten Budget und Teams.
- Höhere Effizienz: Automatisierte Prozesse und Echtzeit-Transparenz vereinfachen operative Abläufe.
- Mehr Umsatz: Einheitliche Plattformen helfen dabei, Promotions, Bundles und Verkaufsprozesse kanalübergreifend konsistent umzusetzen.
Jeder dieser Vorteile macht zugleich deutlich, wo die Schwächen integrierter Systeme liegen. Der Unterschied zeigt sich nicht nur in der technischen Struktur, sondern vor allem im Ergebnis: Unified Commerce schafft die Grundlage für Zahlungen, die über alle Kontaktpunkte hinweg konsistent funktionieren.
Warum Shopify für Unified-Commerce-Payments?
Shopify bietet eine einheitliche Commerce-Lösung, bei der Onlineshop, POS und Zahlungsabwicklung auf derselben Grundlage zusammenarbeiten. Statt mehrere Einzelsysteme über Schnittstellen zu verbinden, greifen Händler:innen auf ein gemeinsames Datenmodell und native Funktionen für den kanalübergreifenden Verkauf zurück. Das erleichtert es, Prozesse zu vereinheitlichen, Kosten besser zu kontrollieren und das Geschäft langfristig skalierbar aufzustellen.
Für Unified-Commerce-Zahlungen kombiniert Shopify mehrere Bausteine in einem System. Shopify Payments bündelt die Zahlungsabwicklung direkt im Shopify-Ökosystem und hilft dabei, zusätzliche Drittanbieter-Gateways und Transaktionsgebühren zu vermeiden. Shop Pay sorgt für einen schnellen Checkout, ohne dass widersprüchliche Kundenprofile oder parallele Bestelldatensätze entstehen. Mit Shop Pay Installments und Shopify POS lassen sich zudem flexible Zahlungsoptionen auch im stationären Handel anbieten, sodass Kund:innen kanalübergreifend mit einheitlichen Konditionen bezahlen können.
Für Marken, die von integrierten Systemen zu einem Unified-Commerce-Ansatz wechseln, ist der Unterschied oft deutlich spürbar. Prozesse werden schlanker, neue Funktionen schneller umgesetzt und kanalübergreifende Erlebnisse mit weniger Komplexität möglich. „Shopify bietet das ultimative Unified-Commerce-Erlebnis auf einer einzigen, einfach zu bedienenden Plattform“, sagt Navid Jilow, Director of Technology bei Belstaff. „Ich war an Projekten beteiligt, bei denen die Einführung von Omnichannel-Funktionen 12 bis 18 Monate gedauert hat. Mit Shopify haben wir das in vier Monaten geschafft.“
Fazit
Unified Commerce Payments schaffen die Grundlage für konsistente Zahlungserlebnisse über alle Verkaufskanäle hinweg. Statt Zahlungen, Bestellungen und Kundendaten in separaten Systemen zu verwalten, laufen sie in einer gemeinsamen Struktur zusammen. Das reduziert Reibungsverluste in internen Prozessen und erleichtert es dir, Kund:innen kanalübergreifend ein stimmiges Erlebnis zu bieten. Gerade im Vergleich zu integrierten Systemen wird deutlich, dass Unified Commerce nicht nur mehr Verbindung, sondern vor allem mehr Einheit schafft.





